LIAG

Satzung des FKPE

(ursprüngliche Fassung vom 03.6.1965 - Neufassung, beschlossen am 09.10.1999 in Jena - Änderung beschlossen am 14.10.2000 in Kiel)

Aus der Erkenntnis, dass zur Weiterentwicklung der Physik des Erdkörpers Gemeinschaftsarbeiten notwendig sind, die die Übernahme von Verpflichtungen in einem Ausmaß notwendig machen, wie sie von einem einzelnen Institutsleiter nicht mehr getragen werden können, haben sich die Leiter von geophysikalischen Forschungsinstitutionen in der Bundesrepublik Deutschland zu einem Verein zusammengeschlossen. Dieser Verein soll einen an der Erforschung der Physik des Erdkörpers interessierten Personenkreis umfassen.

§1 Name Sitz und Zweck des Vereins

  1. Das Forschungskollegium Physik des Erdkörpers e.V. (nachstehend kurz "Verein" genannt), mit Sitz in Bonn, verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabeordnung. Zweck des Vereins ist die Pflege der Wissenschaften von der Physik des Erdkörpers. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch

    • Förderung von geophysikalischer Wissenschaft und Forschung durch wissenschaftliche Vorträge und gegenseitige Information;
    • Formulierung und Koordination von Forschungsaufgaben;
    • Förderung und Fortbildung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte.

  2. Die Organe des "Vereins" sind: die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§2

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§3 Mitgliedschaft

  1. Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt auf Antrag von drei Mitgliedern des "Vereins" durch Abstimmung in der Mitgliederversammlung mit mindestens Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder und mindestens der einfachen Mehrheit aller Mitglieder.
  2. Mitglieder können werden:

    1. Die leitenden Wissenschaftler von Institutionen, die öffentlich-rechtliche Körperschaften sind oder einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft angehören und Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Physik des Erdkörpers betreiben wollen.
    2. Die leitenden Wissenschaftler privatrechtlicher Institutionen, die Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Physik des Erdkörpers betreiben.

  3. Die Mitgliedschaft erlischt:

    1. Durch Tod.
    2. Durch Ausscheiden aus der leitenden Funktion in der Institution gem. § 3, Abs. II, Ziffer 1 oder 2.
    3. Durch Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben durch Übertritt in den Ruhestand.
    4. Durch Austrittserklärung. Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich anzuzeigen.
    5. Durch Ausschluss bei Vorliegen eines wichtigen Grundes auf Beschluss der Mitgliederversammlung mit mindestens Dreiviertel-Mehrheit aller Mitglieder.

§4 Mitgliederversammlung

  1. Das oberste Entscheidungsgremium des "Vereins" ist die Mitgliederversammlung. Die Mitglieder können sich durch einen schriftlich bevollmächtigten Vertreter vertreten lassen.
  2. Die Mitgliederversammlung entscheidet über alle Grundsatzfragen wie:

    1. Auswahl und Durchführung von Forschungsprogrammen im Rahmen des Haushaltsplanes und Beschlussfassung in der Verwendung zusätzlicher Mittel.
    2. Aufnahme neuer Mitglieder.
    3. Satzungsänderungen.
    4. Auflösung.

  3. Soweit gesetzlich oder satzungsgemäss nicht anders vorgeschrieben, fasst die Mitgliederversammlung ihre Beschlüsse mit der einfachen Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
  4. Im Laufe der ersten vier Monate eines Jahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt, zu der vom Vorstand mit Angabe der Tagesordnung mindestens vier Wochen im voraus einzuladen ist. Die ordentliche Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

    1. Entgegennahme des Verwaltungsberichtes und der Jahresabrechnung, Entlastung des Vorstandes.
    2. Wahl des Vorstandes. 
    3. Genehmigung des Haushaltsplanes.

  5. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann vom Vorstand einberufen werden. Sie ist innerhalb von vier Wochen einzuberufen, wenn ein Drittel der Mitglieder dies verlangt. Die Einberufung ist den Mitgliedern eine Woche vorher unter Angabe der Tagesordnung bekanntzugeben. Für jede Tagung ist ein Schriftführer zu wählen, der die Verhandlungsniederschrift führt. Die Niederschrift ist vom Schriftführer und vom Vorsitzenden oder seinem Vertreter zu unterzeichnen.

§5 Vorstand

  1. Der Vorstand wird von der Mitgliederverammlung gewählt. Ihm gehören an: der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende, der Sekretär.
  2. Je zwei Mitglieder des Vorstandes gemeinsam haben Vertretungsvollmacht für den "Verein" im Sinne des § 26 BGB.
  3. Die Amtszeit des Vorsitzenden und seines Vertreters beträgt zwei Jahre. Eine zweimalige Wiederwahl ist zulässig. Die Amtszeit des Sekretärs beträgt vier Jahre. Eine zweimalige Wiederwahl ist zulässig.

§6 Aufgaben des Vorstandes

Der Vorstand hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Führung der laufenden Geschäfte im Sinne des § 26 BGB und im Rahmen der Ermächtigung, die ihm die Mitgliederversammlung erteilt hat.
  2. Aufstellung des Verwaltungsberichts, der Jahresrechnung und des Haushaltsplanes.
  3. Verwaltung des Vermögens der Gesellschaft. 

§7 Mitgliedsbeitrag

Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben.

§8 Einkünfte

Die Einkünfte der Gesellschaft bestehen aus Spenden und Zuwendungen. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmässigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Ausscheidende Mitglieder haben keinen Anspruch an das Vereinsvermögen.

§9

Es darf keine Person durch Aufgaben, die den Zwecken des "Vereins" fremd sind, oder durch unverhältnismässig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§10 Beendigung des Vereins

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des "Vereins" an die Deutsche Forschungsgemeinschaft in Bad Godesberg, die es ausschließlich zur weiteren Förderung von geophysikalischer Wissenschaft und Forschung zu verwenden hat.

§11

Willenserklärungen dem "Verein" gegenüber sind nur gültig, wenn sie dem Vorstand schriftlich zugegangen sind.