Entwicklung neuer Messtechniken
Durch den Vergleich von NMR-Apparaturen, die bei unterschiedlichen Frequenzen arbeiten, werden in Zusammenarbeit mit anderen Forschergruppen der Frequenzeffekt der NMR besser verstanden werden. Es wird angestrebt, durch eine bisher nicht erprobte Kombination zwischen der Anregung an der Erdoberfläche durch besondere Spulensysteme und die Registrierung von NMR-Signalen im Bohrloch das bisherige Fehlen von kleinkalibrigen NMR-Bohrlochsonden zu kompensieren.
Die Möglichkeiten des gesteinsphysikalischen Labors sollen weiterentwickelt werden, um auch andere gesteinsphysikalische Kenngrößen (Dielektrizitätszahl, komplexer spezifischer. elektrischer Widerstand, Wärmeausdehnung, Kapillardruck, Porenradienverteilung, seismische und elastische Parameter) messen zu können.
Mittelfristig wird die Erweiterung der Untersuchungsmethoden auf Direct-Push-Verfahren diskutiert werden. Hier wird angestrebt, ergänzend zu den Bohrlochmessungen, auf kleineren Dimensionen mit geringerem Aufwand zu vielfältigen Parametern des Untergrundes zu gelangen.
Die erprobte und im neuen Bohrlochmesswagen eingesetzte Palette der Bohrlochmessverfahren soll zukünftig durch die Anschaffung einer bis 175°C einsatzfähigen VSP-, einer Sonic-Sonde sowie eines akustischen Borehole Televiewers erweitert werden. Zudem ist der Bau einer Bohrlochsonde zur Messung des seismoelektrischen Effekts geplant.

Bohrung Sichenhausen-Eschwald
In der Umgebung der Bohrung Sichenhausen-Eschwald wurden drei weitere 50 - 60 m tiefe Kernbohrungen abgeteuft. Die Bohrlochmessungen werden wichtige Informationen liefern, um die erbohrten Lithologien zu einem räumlichen geologischen Modell des Hohen Vogelsberg zusammenzufügen.




