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Gesteinsphysik - was ist das eigentlich?

In der Gesteinsphysik werden die physikalischen Eigenschaften der Gesteine untersucht, durch welche Prozesse und Mechanismen sie bestimmt werden und wie sie sich mit den äußeren Bedingungen verändern.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Geophysik sowie der Ausdehnung ihres Einsatz- und Aufgabenbereiches in den letzten Jahren hat die Petrophysik eine zunehmende Bedeutung vor allem für die Interpretation geophysikalischer Untersuchungen erlangt. Diese Aufgaben erstrecken sich dabei von den oberflächennahen Bereichen der Ingenieur- und Bergbaugeophysik, über die geophysikalische Erkundung an der Erdoberfläche und in der Tiefe (im Bohrloch), bis hin zu Untersuchungen des stofflich-strukturellen Zustandes tieferer Bereiche der Erdkruste und des Mantels. Streng genommen könnte man die Petrophysik als einen speziellen Zweig der Festkörperphysik ansehen, denn es sind sowohl  Begriffdefinitionen, als auch experimentelle bzw. theoretische Methoden und Erkenntnisse aus diesem Bereich übernommen worden. Allerdings ist ein Gestein durch seine ungeheure Komplexität (mineralische Zusammensetzung, Korngrößen, Beschaffenheit des Porenraumes, etc.) weit von den Objekten entfernt, die in der Festkörperphysik untersucht werden. Dieser komplexen Aufgabenstellung entsprechend hat sich die Gesteinsphysik als eigenständiges Arbeitsgebiet der Geophysik herausgebildet. Eine enge Verknüpfung zu vielen anderen geowissenschaftlichen Disziplinen wie eben jener Festkörperphysik, der Geologie und Geotechnik, der Mineralogie, der Reservoir-, Boden- und Felsmechanik und vielen weiteren Bereichen ist dabei ein wesentliches Herausstellungsmerkmal.