Verbundvorhaben Dynamik abgesoffener oder gefluteter Salzbergwerke und ihres Deckgebirgsstockwerks

Seismische Messungen mittels Vibrator und Landstreamer auf versiegelten Oberflächen im Stadtgebiet von Staßfurt.
Bergbaufolgeschäden sind weltweit ein Problem. Ab 1852 wurden in Staßfurt die ersten Kalischächte der Welt abgeteuft. Diese Lagerstätten begründeten in den Folgejahren den Reichtum und die politische Bedeutung Staßfurts im 19. Jh. Aber schon rund 30 Jahre später traten erste Senkungserscheinungen im Stadtgebiet auf und zerstören bis in die heutige Zeit große Teile der innerstädtischen Bausubstanz.
Zielsetzung dieses Projekts ist die seismische Untersuchung des Deckgebirgstockwerkes über den abgesoffenen und z.T. verbrochenen Grubenbauen der Bergbaugebiete in Staßfurt. Dazu werden mit einem 2D-seismischen Profilnetz unter Verwendung von Kompressions- und Scherwellen die realen elasto-mechanischen Eigenschaften der Deckgebirgsstrukturen erfasst. Die damit verbundenen physikalischen Strukturierungen werden in geologische Modelle überführt.
Des Weiteren dient das seismische Profilnetz dazu, die punktuell aus Bohrungen vorliegenden Informationen schlüssig miteinander zu kombinieren, in die Fläche zu extrapolieren und sie mit den Ergebnissen aus den anderen Teilvorhaben in Beziehung zu setzen.
Projektleitung
Projektgruppe
Boris Garlt
Laufzeit
01.09.2006-30.06.2010
Förderer
Produkte & Publikationen
Partner
Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU)
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover (BGR)
Technische Universität Clausthal (TUC)
Kali-Umwelttechnik GmbH Sondershausen (K-UTEC)
Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro-und Umweltgeologie mbH Stendal (IHU)
Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Planung und Systemforschung mbH (WASY)
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JoGU)
Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung an der Universität Leipzig (IIF)
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