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Stand vom 7.5.2012, 18 Uhr
Neue seismische Messunge am Rodderberg Vulkan wurden am Donnerstag den 20. April erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts S-SEIS ist sowohl das bestehende Seismik-Profil verlängert worden als auch eine seismische Bohrlochmessung durchgeführt werden. Für die Messungen im Gelände wendete das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover, ein auf die Fragestellung optimiertes Verfahren an. Die Messdaten werden zurzeit prozessiert und für die Interpretation vorbereitet.
Die drei Bohrlöcher der Forschungsbohrung Rodderberg ROD11-1 mit 164,4 m Tiefe, ROD11-2 mit 74 m Tiefe und ROD11-3 mit 102 m Tiefe sind fertiggestellt und als Grundwassermesstellen ausgebaut worden.
Der Bohrplatz ist geräumt worden, die Koppelumzäunungen ist wieder komplett.
Die Bohrkerne befinden sich im Geozentrum Hannover in einem Kühlraum (+4°C). Die zum Teil bis 3 m langen Bohrkerne werden im Laufe des Sommers in 1 m Stücke portioniert. Gleichzeitig beginnen die sogenannten zerstörungsfreien Untersuchungsverfahren. Dabei werden die Bohrkerne, die sich in luft- und lichtdichten Kunststoffrohren befinden, ungeöffnet mit geophysikalischen Messverfahren untersucht. Es werden zum Beispiel bestimmte magnetische und elektromagnetische Eigenschaften des Kernrohr-Inhaltes bestimmt. Mit der systematischen Öffnung der Kerne kann erst Anfang 2013 begonnen werden.
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Der Rodderberg – das Lehr- und Forschungsobjekt der Geowissenschaften
Seit dem Erwachen der geologischen Forschung im 18. Jahrhundert ist der erloschene Vulkan-Komplex Rodderberg, südlich Bonn ein Forschungs- und Lehrobjekt hohen Ranges. Dies belegen sowohl zahlreiche Studien und Veröffentlichungen bis in die jüngste Zeit, als auch zusammenfassende Werke, die den Rodderberg-Vulkan jeweils exemplarisch würdigen. Bis heute besuchen naturwissenschaftliche Exkursionen den Rodderberg, Biologen wie Geowissenschaftler. Er hat was ... mehr

Mikrofossilien in der Kraterfüllung des Rodderbergs (Diatomeen)
Foto mit Rasterelektronenmikroskop
Bildausschnitt: 40 µm
Der britische Pionier der systematischen Geologie, Sir Charles Lyell (Principles of Geology, 1833), der den Rodderberg für seine Studien besuchte, zog Vergleiche zum Vesuv. Er untersuchte auch die erste im Rodderberg-Krater dokumentierte Bohrung, die 1833 neben dem Broichhof mit einer Tiefe von 60 bis 70 Fuß niedergebracht worden war.
Das Projektbündel-Logo Dust Trap (englisch für "Staubfalle") symbolisiert, dass die Kraterhohlform, rundum geschlossen, über Jahrtausende wie eine Falle für Sedimente wirkte und im Inneren alles aufbewahrt hat.
Der offizielle Titel des Forschungsbündels DUST TRAP lautet:
Jungquartäre Klimageschichte des Rodderberg Vulkans





