Hydrogeothermische Modellierung eines HDR-Wärmetauschers (Soultz)
Um in Gebieten ohne Heißwasser führende Aquifere Wärme und Strom produzieren zu können, bietet sich mit der Hot-Dry-Rock-Technologie (HDR) ein Verfahren zur Erschließung des Wärmeinhalts heißer, geklüfteter Tiefengesteine an. Der erfolgreiche Einsatz der HDR-Technologie erfordert eine massive hydraulische Stimulation des geothermischen Tiefenreservoirs zur Erzeugung eines großräumigen Untergrundwärmetauschers, zur Erhöhung der Gesteinspermeabilität und damit zur Sicherstellung einer für den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage ausreichenden Zirkulationsfließrate.
Ziel des Forschungsvorhabens im Rahmen des Europäischen HDR Programms ist die Weiterentwicklung einer realitätsnahen quantitativen Beschreibung des Wärmetauschers an der HDR-Testlokation Soultz-sous-Forêts, Frankreich, unter Einbeziehung tektonischer, gesteinsphysikalischer und hydraulischer Fragestellungen. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass auf andere Standorte übertragbare Erkenntnisse gewonnen werden. Dies ermöglicht eine Verbesserung der Modellbildung und Vorabbeurteilung möglicher Standorte und somit eine Verbesserung der Planungssicherheit für großmaßstäbliche geothermische Anlagen.
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Zukunftsinvestitionsprogramms (BMWA und BMU) zur "Erforschung und Entwicklung umweltschonender Energieformen im Bereich der nichtnuklearen Energienutzung", sowie durch die EU im Rahmen des Europäischen Hot-Dry-Rock-Forschungsprojektes in Soultz-sous-Forêts, Frankreich




