LIAG
 

Magnetostratigraphie und Gesteinsmagnetik Süttö

Zur Entwicklung neuer Lumineszenz Datierungstechniken konnte das LIAG für die Jahre 2008 bis 2010 im Leibniz Pakt für Forschung und Innovation umfangreiche Mittel requirieren (S3 Frechen). Die neuen Datierungstechniken sollen auch zur Bestimmung höherer Ablagerungsalter von Lössen entwickelt werden. In Ergänzung dieser Arbeiten hat die LIAG Sektion "Gesteinsphysik & Bohrlochgeophysik" in Süttö (Ungarn) ein Löss-/Paläoboden-Profil mit einer Gesamtmächtigkeit von 14 m hochauflösend beprobt. Dabei kamen erstmals neue Beprobungstechniken (Schnepp et al. 2008) zum Einsatz. Ziel ist es, mittels Paläointensitätsbestimmungen und Vergleich mit Paläointensitätsmasterkurven (z.B. GLOPIS 75; Laj et al. 2004) die Sedimente unabhängig von den Lumineszenz-Datierungen chronostratigraphisch einzuordnen. Durch die Erfassung von Paläorichtungen des Erdmagnetfeldes soll versucht werden, Reversals des Erdmagnetfeldes und damit absolute Zeitmarker zu identifizieren. Die gleichzeitige Erfassung der Magnetomineralogie liefert als Klimaproxy Hinweise auf Wechsel im Environment.