Was sind Erdfälle?
Erdfälle sind Einbruchssenken an der Erdoberfläche, die durch Einsturz oder Entfernung von Gestein im Erduntergrund hervorgerufen sind. Derartige Senken können natürlich entstanden sein, wenn z.B. ein wasserlösliches Gestein wie Steinsalz, Gips oder Kalkstein durch Regen oder Grundwasser aufgelöst wird. Die dadurch entstehenden Hohlräume im Untergrund stürzen ein, dabei entstehende Senken nennt man Dolinen. Ähnliche Senken können auch durch bergbauliche Aktivitäten (Tagbruch, Bergsenkung) oder andere vom Menschen durchgeführte, unterirdisch wirksame Maßnahmen verursacht sein, z.B. durch Tunnelbau oder Grundwasserabsenkungen. Einbruchssenken könne wenige Meter oder auch mehrere Zehner bis Hunderter Meter groß sein. Sie treten oft linien- oder flächenhaft angeordnet in Quadratkilometer großen Arealen auf und gefährden unter Umständen Gebäude und Verkehrswege.
In Norddeutschland kommen Einbruchssenken in Gebieten vor, in denen durch Salzaufstieg auslaugungsfähige Gesteine (Kreide, Gips, Steinsalz) lokal bis in die Nähe der Erdoberflächen gelangen. Zum Teil liegen sie in urbanen Gebieten, z.B. Hamburg, Lüneburg, Bad Segeberg. Größe und Anzahl der Einbruchssenken wechseln von Ort zu Ort.




