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Sektion 2: Geoelektrik und Elektromagnetik

Mitarbeiter der Sektion im März 2016 (von links nach rechts): Frank Oppermann, Tamas Lukasz, Marion Miensopust, Sam Stadler, Mathias Ronczka, Mike Müller-Petke, Dieter Epping, Jan Igel, Markus Loewer, Nico Skibbe, Michael Grinat, Raphael Rochlitz, Thomas Günther (Angelika Ullmann und Robert Meyer fehlen)

Die Sektion ‚Geoelektrik und Elektromagnetik’ führt experimentelle und theoretische Arbeiten auf den Teilgebieten Gleichstromgeoelektrik, Induzierte Polarisation, Niederfrequenz-Elektromagnetik und Georadar durch. Die Forschungsaktivitäten sind Beiträge zur Erkundung des nutzbaren Untergrundes und lassen sich den Bereichen Entwicklungen von Auswerte- und Inversionsverfahren, Oberflächennahe Erkundung und Entwicklung von Messverfahren und -technik zuordnen.

Der Schwerpunkt der Sektionsarbeit ist die Entwicklung neuer Methoden und Geräte. Umfangreiche Arbeiten erfolgen jedoch auch im Rahmen der Forschungsschwerpunkte Grundwassersysteme - Struktur, Qualität, Prozesse und Terrestrische Sedimentarchive - Struktur, Genese, Alter sowie der Nachwuchsgruppe "Subrosion"

Elektrische Messverfahren wie die Gleichstromgeoelektrik, die Methode der Induzierten Polarisation und die Elektromagnetik eignen sich besonders gut zur Untersuchung von Grundwassersystemen, Erzkörpern, Deponien und Altlastenflächen. Daneben kommen sie zunehmend bei der Minensuche, in der modernen Landwirtschaft, der Bodenkunde und der Archäologie zum Zuge, wo jeweils auch das Bodenradar erfolgreich eingesetzt wird.

Gesellschaftliche Relevanz

Die Erforschung des Untergrundes im anthropogen beeinflussbaren Tiefenbereich erweitert das Verständnis des Aufbaus und der Dynamik des obersten Teils der Erdkruste und berührt damit wirtschaftliche und ökologische Interessen gleichermaßen. Mithilfe hoch auflösender geoelektrischer und elektroma­gnetischer Verfahren werden geologische Untergrundstrukturen erfasst. Erheblich an Bedeutung gewonnen haben in den letzten Jahren die Einsatzmöglichkeiten im flachgründigen Bereich. Die Fragestellungen kommen hier aus der modernen Landwirtschaft, der Bodenkunde, der Sanierung von Umweltschäden sowie der Suche nach Anti-Personen-Minen.

Die Vielfalt der in der Sektion vorhandenen geophysikalischen Methoden erweist sich für die Lösung der auftretenden Fragestellungen als unverzichtbar. Für die genannten Aufgaben und die in der Sektion eingesetzten Disziplinen werden neue Methoden entwickelt oder bestehende Verfahren optimiert, im Feldeinsatz erprobt und zur Anwendung geführt.