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Entwicklung von Messverfahren und -technik

Die technischen Entwicklungen stehen im engen Zusammenhang mit methodischen Entwicklungen. Neue geophysikalische Fragestellungen erfordern eine ständige Anpassung oder Neuentwicklung des technischen Equipments. Diese Arbeiten führen das Technikerteam der Sektion aus, oder werden in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen oder Geräteherstellern durchgeführt.

Die rasanten Entwicklungen im gesamten Elektronikbereich eröffnen ständig neue Möglichkeiten in der Mess- und Steuerungstechnik. Die fortlaufende Miniaturisierung elektronischer Komponenten erlaubt z.B. eine Zusammenführung zweier Messmethoden wie in der Elektrophonik.

Durch den laufenden Einsatz neu entwickelter Apparaturen und Komponenten in Projekten und Forschungsschwerpunkten liefern die technischen Entwicklungen einen wichtigen Beitrag in der Sektionsarbeit.

Messsystem für geoelektrische Unterwassersondierungen

Die Erkundung der untermeerischen Sedimentschichten ist von großer Bedeutung für die Küstenforschung, aber auch für die industrielle Verlegung von Kabeln oder den Ausbau von Schiffahrtswegen. Der spezifische elektrische Widerstand ist dabei ein Schlüsselparameter zur Ansprache der Sedimentarten. Im Institut wurde ein Messsystem in Zusammenarbeit mit der Fa. Geoserve entwickelt, dass für den Einsatz im flachen Küstenbereich geeignet ist. Details

Elektrophonik

Die Elektrophonik stellt eine messtechnische Verknüpfung von Geoelektrik und Seismik dar. Vorhandene Standardapparaturen der Geoelektrik und Seismik können hier unverändert genutzt werden und arbeiten synchron ihr Messprogramm ab. Lediglich der Kabelstrang und die Sensoren müssen modifiziert werden. Aus methodischer Sicht kann mit einer synchronen Erfassung beider Verfahren die Mehrdeutigkeit verringert werden und so in eine gemeinsame Auswertung münden. Details

Vertikalelektrodenstrecke

Geoelektrische Kartierungen und Sondierungen an der Erdoberfläche können  häufig geringmächtige Schichten nicht mit der erforderlichen Genauigkeit auflösen. Oft verhindern gut leitende Zwischenschichten den „Blick“ auf die elektrischen Eigenschaften der darunter liegenden Schichten. In solchen Fällen, besonders im Sedimentbereich, können Vertikalelektrodenstrecken eine große Hilfe sein. Details

Hochstromquelle

Für den Einsatz der Geoelektrik zur Erkundung tiefreichender Störungszonen sind große Ströme zur Erzeugung des elektrischen Feldes erforderlich. Hierzu werden Gleichstromgeneratoren benutzt, die vorprogrammierte Signale im DC-Bereich bis zu niederfrequenten AC-Signalen mit maximale Ströme bis zu 50 A erzeugen.Details

Mobile Elektroden Gruppe (MEG)

Natürliche oder durch Einwirkung des Menschen hervorgerufene künstliche Veränderungen des homogenen Aufbaus der oberen Erdschichten können mit geoelektrischen Kartierungen nachgewiesen werden. Die MEG ist eine Eigenentwicklung des Instituts, mit der das personal- und zeitintensive manuelle Umsetzen der Elektroden überflüssig wird.Details

 

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