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Sektion 3: Geochronologie und Isotopenhydrologie

In der Sektion S3 werden geochronologische Fragestellungen mit den Lumineszenz-Datierungsverfahren (IRSL, OSL, TL, Einzelkorn), der Radiokohlenstoff (Kohlenstoff-14)-Methode, der Therm-Ionen-Massen-Spektrometrie (Thorium-230/Uran) sowie der Blei-210-Methode bearbeitet. Das Methodenspektrum ist einmalig in Deutschland und erlaubt die Bestimmung von verlässlichen absoluten Zeitmarken bzw. Zeitreihen sowohl für kaltzeitliche als auch warmzeitliche sedimentäre Ablagerungen der letzten 500.000 Jahre sowie für die Zeitscheibe der letzten 100 Jahre.

An Wasserproben sind isotopenhydrologische Untersuchungen möglich, die zur Lösung wissenschaftlicher Fragestellungen des Forschungsschwerpunkts ‚Grundwassersysteme – Struktur, Qualität, Prozesse’ durchgeführt werden. Umwelt- und Klimaänderungen bestimmen wesentlich die natürliche Lebensgrundlage des Menschen. Die Fähigkeit, aussagekräftige Klimaprognosen zu treffen, setzt ein tiefes Verständnis von Klimaänderungen der geologischen Vergangenheit voraus. Dabei ist besonders die Kenntnis einer verlässlichen Altersangabe von großer Bedeutung. In Torf- und Seeablagerungen, in Löss und Paläoböden sowie in Flussterrassen mit zwischengeschalteten Torfablagerungen sind wichtige Informationen gespeichert. Aus ihnen lässt sich der Verlauf und die Variation des Klimas der Vergangenheit hoch auflösend rekonstruieren.

 

Sektion 3 im Juli 2008

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Geochronologie & Isotpenhydrologie