LIAG
 

Elektromagnetik

Vorläufige Ergebnisse von GPR- und ERT-Messungen an einer temporären Karstquelle. Die roten Pfeile markieren beispielhaft geneigte Strukturen, die sowohl mit GPR als auch ERT erkennbar sind.

Die Ablaugung von leicht löslichen Gesteinen wie Anhydrit, Gips, Kalkstein, Dolomit oder Steinsalz vergrößert Risse oder den Porenraum und führt letztlich zu Hohlräumen im Karstgestein. Da diese Hohlräume oft mit Flüssigkeiten und/oder Gasen (Luft) gefüllt sind und sich die elektrischen Eigenschaften der Flüssigkeiten und Gase in vielen Fällen deutlich von denen des umgebenden Karstgesteins unterscheiden, sind elektrische und elektromagnetische Methoden wie z.B. Geoelektrik (ERT), Georadar (GPR) und Kernspinresonanz (NMR) potenziell nützliche, geophysikalische Werkzeuge, um Karstsysteme und Erdfallstrukturen zu erkunden.

Ziel ist es, elektromagnetische Verfahren, GPR und ERT zur Charakterisierung von Karststrukturen, Erdfällen und Auflockerungs-/Zersetzungszonen zu nutzen und diese von ungestörten Gesteinen abzugrenzen. Neben der Anwendung dieser Methoden an der Oberfläche kommen auch Bohrlochmessungen (z.B. GPR-Reflexions- und Tomographiemessungen) zum Einsatz.

 

Ansprechpartnerin

Dr. Marion Miensopust

Gruppe

Dr. Raphael Dlugosch
Michael Grinat
Dr. Thomas Günther
Dr. Jan Igel

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