Risiken in der Geothermie
Die Erschließung und Nutzung hydrogeothermaler Reservoire ist mit Risiken verbunden. Dabei werden unterschieden:
Fündigkeitsrisiko:
ein geothermisches Reservoir wird in nicht ausreichender Quantität oder Qualität erschlossen. Die Quantität wird über die installierbare Leistung einer geothermischen Anlage definiert:
P = ρF * cF * Q (Ti – T0),
wobei ρF die Dichte des Fluids, cF die spezifische Wärmekapazität, Q der Volumenstrom und TI,0 die Temperaturen des Fluids vor und nach dem Wärmeentzug sind.
Die Qualität betrifft im Wesentlichen den Chemismus der Fluide.
Bohrrisiko:
alle technischen Risiken, die der Bohranlage und dem Bohrprozess zugeordnet werden können.
Geologisches Risiko:
umfasst Auftreten von unerwarteten Schichten, Gebirgsdrücken und Fluiden sowie induzierte Seismizität
Betriebsrisiko:
alle Veränderungen der Quantität (Förderrate, Temperatur) und Qualität (Zusammensetzung) des Fluids während der geothermischen Nutzung. Ursachen können in Veränderungen an den technischen Anlagen (Korrosion oder Scaling) sowie der Energiebereitstellung (E = P * Δt) liegen.




