Neue Methoden der Hydrogeophysik zur Bewertung sedimentärer Grundwasserspeicher
Das Projekt zielt - mit der Kombination vielfältiger, vor allem neuer, geophysikalischer Verfahren - auf einen erheblichen Fortschritt bei der Ermittlung der für die Beurteilung von Grundwasserspeichern relevanten Kenngrößen wie Wassergehalt bzw. Porosität und Permeabilität. Die einzusetzenden Verfahren bestehen u.a. aus Magnetische Resonanz Sondierung (MRS), Seismoelektrik(SE), Spektrale Induzierte Polarisation (SIP), Transienten-Elektromagnetik (TEM), Georadar sowie Bohrlochmessungen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines abgestimmten, integrierten und gesteinsphysikalisch fundierten Methodenkanons geophysikalischer Erkundungs- und Interpretationsverfahren zur quantitativen Bewertung der hydraulischen und hydrogeologischen Eigenschaften nutzbarer, sedimentärer Aquifersysteme. Siehe auch Motivation und Ziele.
Teststandorte
- Schillerslage/Engensen bei Hannover
- Nordseeinsel Borkum
- Fuhrberger Feld bei Hannover
- Eddelstorf bei Lüneburg
- Coastal Aquifer Test (CAT) Field bei Cuxhaven
- Haldensleben bei Magdeburg
Arbeitsprogramm 2009/2010
2009 wurde das Hydrogeophysik Testfeld Schillerslage eingerichtet. Dazu gehören neben ausführlichen Messungen mit neuen und klassischen Methoden der Geophysik auch Bohrungen, Bohrlochmessungen und Laboruntersuchungen am Kernmaterial. Es werden gesteinsphysikalische Modelle zur Verifizierung geophysikalischer Parameter und Strukturparameter evaluiert, überprüft, neu- und weiterentwickelt. Explizit konzentriert sich die Arbeit auf die Umsetzung der geophysikalischen Parameter in Wassergehalt, Porosität und Permeabilität bzw. Transmissivität. Es werden die neuen Methoden der Magnetischen Resonanz Sondierung sowie Seismoelektrik in Betrieb genommen und der Verschnitt dieser zu den klassischen Methoden technisch und methodisch überprüft.
Im zweiten Projektabschnitt 2010 steht die Transformation der Primärparameter in hydraulisch relevante Größen im Vordergrund. Dabei sollen Labormessungen dienen, die Übertragbarkeit vom Feld- auf den Labormaßstab nachzuvollziehen. Mit einer Reihe von klassischen Untersuchungen wie Korngrößenanalysen, Durchlässigkeitsmessungen an Bohrkernen und Proben, aber auch Pumptests sollen die geophysikalischen Methoden in die Charakterisierung eingearbeitet werden. Darüberhinaus ist auch die Verknüpfung der Verfahren vielversprechend.
Projektleitung
Prof. Ugur YaramanciDr. Thomas Günther
Projektgruppe
Raphael Dlugosch
Raphael Holland
Julia Holzhauer
Joachim Sauer
Franz Binot
Mike Müller-Petke
Frank Oppermann
Mohammed Attwa
Stephan Sass
Laufzeit
01.01.2009-31.12.2010
Förderer
Haushaltsaufstockung des Landes Niedersachsen
Produkte & Publikationen
Partner
Stefan Costabel, Firas Alali (TU Berlin), Ursula Noell, Gerhard Lange (BGR), Dr. David O. Walsh (Vista Clara Inc.), Jean Bernard (IRIS Instruments)
Ein Projekt aus dem Forschungsschwerpunkt Grundwassersysteme-Hydrogeophysik





