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Links: Schwereanomalien im Rheingraben (nach Rotstein et al., 2006). Sedimentbecken, wie beispielsweise das Heidelberger Becken, sind durch kräftige negative Anomalien gekennzeichnet. Der Grund liegt in den geringen Dichten der mächtigen Sedimentsukzessionen. Rechts: Das Heidelberger Becken wird aktuell durch drei Forschungsbohrungen intensiv untersucht.

Schwerpunktbereich Sedimentbecken

Mächtige und überwiegend kontinuierlich abgelagerte Sedimentabfolgen stellen wichtige Klima- und Umweltarchive auf den Kontinenten, dem natürlichen Lebensraum des Menschen, dar. Sie ermöglichen das Studium von stratigraphischen Einheiten, die über lange Zeiträume in Superposition abgelagert wurden. Günstige Voraussetzungen bieten Gebiete lang anhaltender und kontinuierlicher Subsidenz. Speziell in Mitteleuropa kommt ihnen im Hinblick auf die Quartärforschung besondere Bedeutung zu, da tiefe, abgeschlossene Seen, die kontinuierliche Sedimentabfolgen aus dem gesamten Pleistozän enthalten, nicht bekannt sind. In diesem Schwerpunktbereich werden Beckenstrukturen unter Einbeziehung geophysikalischer und geochronologischer Methoden durch einen interdisziplinären geowissenschaftlichen Ansatz hinsichtlich Struktur, Genese und Alter untersucht sowie Umwelt- und Klimaproxies abgeleitet.