LIAG
 

Lake Potrok Aike

"Stapellauf" der Bohrplattform auf dem See.

Im Rahmen des ICDP-Projektes PASADO war geplant, bis ca. 600 m tiefe Kernbohrungen in der Laguna Potrok Aike (Patagonien, Argentinien) abzuteufen. Der vulkanische Explosionstrichter (Maar) ist mit einer bis zu rund 350m mächtigen Sedimentabfolge und rund 100m Wassersäule gefüllt. Das Maar stellt eine der kontinuierlichsten Sedimentfallen dieser Breite dar.

Hauptziele des Projektes sind die Erforschung der Umwelt- und Klimavariationen während der letzten glazial-interglazial Zyklen für die mittleren Breiten (52°S) der südlichen Hemisphäre. Die umfangreichen geophysikalischen Messungen in der Bohrung sollten eine wesentliche Grundlage für die Beantwortung vieler Fragestellungen des gesamten Projektes bilden.  

Ende der Feldarbeit war der 23.11.2008. Die Bohrungen an zwei Positionen im See erreichten eine Maximalteufe im Sedimentkörper von rund 100m. Aufgrund unvorhersehbarer klimatischer und technischer Schwierigkeiten bei den Bohrarbeiten, konnten während dieser Feldkampagne jedoch keine bohrlochgeophysikalischen Messungen durchgeführt werden.

Das in Verbindung mit der Bohrung Potrok Aike entstandene Defizit an bohrlochgeophysikalischen Daten zur Klimarekonstruktion soll kurzfristig durch eine Beteiligung am Lake El'gygytgyn Drilling Project (Nordost-Sibirien) behoben werden. Bei dieser Bohrung in einen See, der durch einen Meteoriteneinschlag verursacht wurde, soll ebenfalls das Klima der letzten hunderttausend Jahren erforscht werden. Das LIAG sollte gemeinsam mit dem GFZ geophysikalische Messungen im Frühjahr 2009 durchführen.  Leider hat sich diese Messkampagne zerschlagen.

Blick von Osten über die Laguna Potrok Aike.
 

Projektleitung

Dr. Thomas Wonik

Laufzeit

01.04.2008 - 31.03.2010

Partner

Lake Potrok Aike Projektgruppe

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