Gravimetrie & Magnetik

Akquirierung neuer Daten im Forschungsfeld "Gravimetrie & Magnetik". Von links nach rechts: gravimetrische Messung, Basisstation zur Registrierung des Erdmagnetfeldes, Ermittlung von Lage und Höhe einzelner Beobachtungspunkte mittels GPS.
Die Erfassung und die Interpretation von Anomalien des Erdschwerefeldes (Gravimetrie) und des Erdmagnetfeldes (Magnetik) stellen grundlegende Aufgabenfelder der angewandten Geophysik dar. Die physikalisch relevanten Gesteinsparameter sind die Dichte sowie die Magnetisierung (Suszeptibilität, remanente Magnetisierung) der Gesteine. Damit stellen diese Methoden eine wesentliche Ergänzung zur Reflexionsseismik dar. Die Sektion S1 betreibt Gravimetrie und Magnetik meist zur Erkundung tektonischer bzw. geologischer Strukturen, bevorzugt im Rahmen interdisziplinärer Forschungsthemen. Dadurch wird die Mehrdeutigkeit bei der Interpretation der Daten eingeschränkt. Sie verfügt über umfangreiche Datenbanken, die das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland abdecken. Diese Daten stellen eine einmalige Grundlage für regional angelegte Studien dar. Darüber hinaus werden zur Beantwortung lokaler Fragestellungen regelmäßig hoch auflösende eigene Messungen durchgeführt. Die Interpretation der Potenzialfeldanomalien erfolgt in der Regel durch die Anwendung von mathematischen Verfahren zur Separation verschiedener Störkörper sowie zwei- und dreidimensionalen Modellrechnungen.

Gravimetrische Vorwärtsmodellierung eines Salzstocks (nach Gabriel & Rappsilber, 1999). Dargestellt ist ein beliebiger Schnitt durch ein 3-D Untergrundmodell.




