LIAG
 

Ecological inter-linkages between terrestrial and coastal environments in the Indian Western Pacific Region

 

Datierung von Küstensedimenten

 

In diesem Projekt werden die geologischen, geomorphologischen und ökologischen Auswirkungen von Tsunamis entlang der Küsten Indiens untersucht. Spuren von Tsunamis, Cyclonen oder anderen Events sind in Küstensedimenten, wie z.B. Küstendünen oder auch Strandsedimente konserviert. Tsunamis werden oft durch Erdbeben ausgelöst. Die Datierung dieser Eventlagen liefert ein Bild über die Zeiträume und Wiederkehrzeiten solcher Ereignisse. Somit ist es auch möglich, die Bewegungen an der Subduktionszone vor den Andamanen und Nicobaren zu rekonstruieren. Aus dem Wissen über frühere Ereignisse können Prognosen über extreme Ereignisse für die Zukunft abgeleitet werden. Die Untersuchungsgebiete befinden sich auf den Süd-Andamanen und an der südöstlichen Küste Indiens südlich von Pondicherry. Auf den Andamanen werden marine Ablagerungen an der Küste untersucht. In Südostinden werden küstenparallele Dünen untersucht. Die Eventlagen und die sie umgebenden Sedimente werden mit der Optisch Stimulierten Lumineszenz (OSL) Methode datiert. Damit ist es möglich, die Zeit seit der letzten Sonnenlichtexposition zu bestimmen, so dass im optimalen Fall das Ablagerungsalter der Eventlage bestimmt wird. Zusätzlich zur OSL-Datierung wird organisches Material aus den Profilen mit der 14C-Methode und junge Sedimente, z.B. Schluff und Ton aus den Mangroven mit 210Pb datiert. Parallel zu den geochronologischen Arbeiten werden die Ablagerungen mit sedimentologischen und mineralogischen Methoden untersucht.