LIAG
 

PlayType - Katalogisierung geothermischer Provinzen – im Überblick

Das Projekt PlayType befasst sich mit der Katalogisierung geothermischer Provinzen nach dem Konzept der Fündigkeitstypen (play type; Moeck 2014) zum wirtschaftlichen Ausbau und zur Internationalisierung der deutschen Geothermie. Das LIAG ist Koordinator des Verbundvorhabens, das mit dem Internationalen Geothermiezentrum Bochum GZB und dem assoziierten Partner Storengy durchgeführt wird. Die Forschungsarbeiten des LIAG haben ihren Schwerpunkt in dem Teilprojekt A: Vorlandbecken, Extensionszonen und Play-Type-Atlas.

In dem Forschungsvorhaben sollen die deutschen geothermischen Ressourcen nach dem international anerkannten Fündigkeitstypen-Konzept (Play-Type-Konzept) von Moeck (2014) untersucht, das Konzept verifiziert und die Ressourcen letztlich klassifiziert werden. Das Play-Type-Konzept beruht auf der Einteilung nach Wärmetransportmechanismen und geologischen Einflussfaktoren auf die Reservoirqualität. So können ähnliche geologische Strukturen von geothermischen Feldern verglichen und einem Fündigkeitstyp zugeordnet werden. In dem Verbundvorhaben sollen die drei großen deutschen geothermischen Provinzen Oberrheingraben, Norddeutsches Becken und Süddeutsches Molassebecken auf ihren Wärmetransportmechanismus hin modelltechnisch untersucht, nach dem Play-Type-Konzept eingeordnet und mit weltweiten Analoga verglichen werden. Gleichzeitig wird damit das Play-Type-Konzept verifiziert und validiert. Diese Arbeiten sollen in dem weltweit ersten nationalen Play-Type-Atlas synthetisiert werden, der durch die Implementierung in das deutsche Geothermische Informationssystem GeotIS allgemein zugänglich gemacht werden soll. Die Ergebnisse des Projektes legen damit den Grundstein für eine systematische, globalisierungsfähige Methodik zur Charakterisierung, Klassifizierung und Potentialeinschätzung geothermischer Ressourcen.

Gesamtziel des Verbundvorhabens ist die Einteilung der deutschen geothermischen Ressourcen nach international anwendbaren Kriterien. Bislang fehlt diese Einteilung mit der Folgewirkung der unklaren Definition der flachen, mitteltiefen und tiefen Geothermie, die eher auf die Erschließung und die Größe einer Bohranlage und damit Bohrkosten abzielt als auf die Ressource selbst. Eine Bewertung von geothermischen Ressourcen ist damit genauso wenig gegeben wie der Vergleich von Lernkurven innerhalb eines Lagerstättentyps.

 

Projektleitung

Prof. Dr. Inga Moeck

Laufzeit

01.08.2017 - 31.07.2020