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Scherwellen- & Mehrkomponentenseismik

Messtechnisches Experiment während einer vertikalseismischen Profilierung (VSP). Links: Dreibein über einem Bohrloch mit herabgelassener Geophonkette, rechts vorne: seismische Quelle.

Die kombinierte Verwendung des Informationsgehalts von Kompressions- und Scherwellen erfolgt in der Mehrkomponentenseismik (auch 3K- oder 4K-Seismik). Hier werden gezielt Parameter der unterschiedlichen Wellentypen extrahiert und analysiert, um die elastischen Eigenschaften des Untersuchungsmediums und ihre räumliche Verteilung abzuleiten.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung am Markt nicht verfügbarer Geräte, die Entwicklung von neuen Mess- und Auswertekonzepten sowie einer an die speziellen Welleneigenschaften angepassten Interpretation. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Erschließung neuer Methoden zur Nutzung von Scher- und Konversionswellen, insbesondere auch für geotechnische Fragestellungen.

Gesellschaftlich besonders relevante Anwendungsgebiete liegen z.B. bei der Erkundung von Nutzaquiferen, der Detektion von potentiellen Kontaminationswegsamkeiten sowie der Ermittlung von Bodenkenngrößen hinsichtlich dynamischer Beanspruchungen zur Abschätzung von potenziellen Georisiken.