LIAG
 

Technische Entwicklungen (Quellen & Geräte)

Vibrator ELVIS-5

Die Qualität einer seismischen Messung basiert auf dem Einsatz einer auf das Untersuchungsziel und die Aufnahmebedingungen abgestimmten Quelle und Messtechnik. Wichtig sind hierbei z.B. Quellstärke, Wiederholbarkeit des Signals, Ankopplung an den Untergrund sowie Bandbreite und Frequenzgehalt des Signals. Aber auch logistische Anforderungen wie die Handhabbarkeit im Gelände spielen eine wichtige Rolle.Deshalb entwickeln wir angepasste Quellen und Messtechnik.

Eine Quelle, die den letztgenannten Aspekt besonders berücksichtigt, ist die seismische Impulsquelle SISSY. Sie kommt dort zum Einsatz, wo die Benutzung von Fahrzeugen nicht möglich ist. Sie bezieht ihre Energie, die für Erkundungen bis gut 500 m Tiefe ausreichend ist, durch eine Kartusche mit einer Treibladung von ca. 7 g. Durch die Art der Konstruktion und die elektrische Zündung ist sie sehr sicher und auch ohne Sprengschein zu betreiben.

Vibratorquellen besitzen den Vorteil eines regelbaren Frequenzbereiches. Während die in der Exploration auf Kohlenwasserstoffe eingesetzten hydraulischen Vibratoren in der Regel weit schwerer als 10 t sind, sind die vom LIAG konzipierten und in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickelten hydraulischen Vibratoren sowohl für die Anregung von P-Wellen (MHV 2.7) als auch von S-Wellen (MHV 4.0) mit weniger als 3 t bzw. 4 t Gesamtgewicht deutlich kleiner  und mit einem Frequenzbereich von 20 – 500 Hz sehr hochfrequent. Sie sind daher für unterschiedliche Tiefenbereiche von wenigen Zehnermetern  bis zu einer Tiefe von mehr als 1 km einsetzbar. Für noch stärker oberflächennah ausgerichtete Messungen werden verschiedene elektrodynamische Vibratorsysteme (ELVIS) entwickelt, ebenfalls für P- und S-Wellenanregung. Diese mit einer Niederspannungs-Gleichstromversorgung arbeitenden Geräte sind mit nur 95 kg Gewicht sehr flexibel einsetzbar.

Die letzten Jahrzehnte haben auch in der oberflächennahen Seismik einen erheblichen Zuwachs an Kanälen gebracht. Zur Zeit verfügt das LIAG über ein modulares System (Geoden/Geometrics) mit 294 Kanälen. Bedingt durch die Entwicklung der Multikomponentenseismik entstanden neue Anforderungen an die Kabelsysteme, denen mit Neuentwicklungen Rechnung getragen wird.

Die Erkundung unterhalb versiegelter Oberflächen, z.B. in dicht bebauten Städten oder Fabrikhallen ist mit herkömmlichen Spike - Geophonen nicht durchführbar. Für diesen Zweck wurden Streamer entwickelt, die im Messbetrieb kontinuierlich weiterbewegt werden können. Diese sind für alle Komponenten einsetzbar.

 

Ansprechpartner

Dr. Hermann Buness

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