LIAG
 

EVAREST - Evaluierung von Restfeldern aus der gemeinsamen Modellierung von Potenzialfelddaten

Aufgabe des Projekts EVAREST, eine Forschungskooperation zwischen RWE Dea und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), ist eine kombinierte Interpretation gravimetrischer und magnetischer Anomalien im Gebiet der Elbe- und Wesermündung, d.h. dem südöstlichsten Teil der deutschen Nordsee. Das wesentliche Ziel besteht in einer Bewertung und geologischen Interpretation der jeweiligen Residualanomalien, die als Ergebnis einer gemeinsamen 3D Vorwärtsmodellierung der geologischen Strukturen unerklärt bleiben.

Das gemeinsame Vorwärtsmodell wird auf der Basis von Potentialfeldanomalien entwickelt, die von geologischen Strukturen im Teufenbereich zwischen etwa 0,5 und 5 km erzeugt werden, also dem Teil der Kruste der wirtschaftlich nutzbar und anthropogen beeinflussbar ist. Ergebnisse seismischer Untersuchungen und geologischer Studien werden als Randbedingung bei der Modellierung berücksichtigt; gesteinsphysikalische Eigenschaften müssen zusammengetragen und bewertet werden. Die Residualanomalien, die nicht durch die gemeinsame strukturelle/physikalische Modellierung interpretiert werden können, werden separat analysiert um zu verstehen, ob sie einzeln zu einem besseren Verständnis der geologischen Situation beitragen können. Gegebenenfalls ist einer der Datensätze bevorzugt zu verwenden. Falls dieser Ansatz erfolgreich ist, soll er auf weitere Untersuchungsgebiete übertragen werden, für die einer der Potenzialfelddatensätze schlechter bestimmt ist. Gegebenenfalls kann dann die jeweils fehlende Information durch die Kombination beider Datensätze abgemildert werden. 

Beide Partner stellen für diese Studie wesentliche Daten zur Verfügung. Das LIAG wird seine regionalen gravimetrischen und magnetischen Datensätze einbringen, während RWE Dea mit lokalen Potenzialfeldmessungen und seismischen Informationen beiträgt. Die Anomalien werden durch Filtertechniken, z.B. eine Attributanalyse, und 3D Vorwärtsmodellierungen analysiert.  

 

Projektmitarbeiter

Peter Skiba

Laufzeit

2012-2013

Förderer

RWE Dea und LIAG

Partner

RWE Dea
(Dr. C. Bücker, Dr. M. König)