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Hangrutschungen

Hochauflösende Scherwellen-Reflexionsseismik am Außenufer einer industriell genutzten, küstennahen Aufschüttungsfläche.

Hangrutschungen stellen ein weltweit zu beobachtendes Georisiko dar, das - beschleunigt durch Klimaveränderungen, erosionsfördernde Natureingriffe, Flächenverbrauch und Bevölkerungswachstum - zunehmend an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnt.

Fundierte Stabilitäts- und Mengenprognosen zu potenziellen Rutschmassen und die rechtzeitige, vorausschauende Einleitung von Sicherungsmaßnahmen erfordern neuartige Untersuchungsverfahren. Bei diesen kommt der Ermittlung von Scherfestigkeiten im und im Umfeld eines potentiellen Rutschkörpers eine zentrale Bedeutung zu. Hier tragen wir mit der Weiterentwicklung von Scherwellen-Erkundungsmethoden zur Gefährdungsanalyse bei.

Neben den oft mit Hangrutschungen assoziierten Gebirgsregionen sind auch küstennahe Bereiche oder die Uferzonen von Binnenseen Gegenstand von scherwellenseismischen Untersuchungen zur Stabilitätsanalyse, sowohl oberhalb als auch unterhalb der Wasseroberfläche.

Diese Arbeiten befinden sich in einer sehr jungen Entwicklungsphase. Die aktuellen Messgebiete liegen in den österreichischen Alpen und den norwegischen Caledoniden.