Sektion 2: Geoelektrik und Elektromagnetik

Mitarbeiter der Sektion im August 2009 (von links nach rechts): Oben: Jan Igel, Michael Grinat, Joachim Sauer, Dieter Epping; Mitte: Kazunori Takahashi, Annika Steuer, Ugur Yaramanci, Julia Holzhauer, Wolfgang Südekum; Unten: Robert Meyer, Raphael Dlugosch, Holger Preetz, Mohamed Attwa (Gerlinde Schaumann und Thomas Günther fehlen)
Die Sektion ‚Geoelektrik und Elektromagnetik’ führt experimentelle und theoretische Arbeiten auf den Teilgebieten Gleichstromgeoelektrik, Induzierte Polarisation, Niederfrequenz-Elektromagnetik und Georadar durch. Die Forschungsaktivitäten sind Beiträge zur Erkundung des nutzbaren Untergrundes und lassen sich den Bereichen Entwicklungen von Auswerte- und Inversionsverfahren, Oberflächennahe Erkundung und Entwicklung von Messverfahren und -technik zuordnen.
Der Schwerpunkt der Sektionsarbeit ist die Entwicklung neuer Methoden und Geräte. Umfangreiche Arbeiten erfolgen jedoch auch im Rahmen der Forschungsschwerpunkte Grundwassersysteme - Struktur, Qualität, Prozesse und Terrestrische Sedimentarchive - Struktur, Genese, Alter.
Elektrische Messverfahren wie die Gleichstromgeoelektrik, die Methode der Induzierten Polarisation und die Elektromagnetik eignen sich besonders gut zur Untersuchung von Grundwassersystemen, Erzkörpern, Deponien und Altlastenflächen. Daneben kommen sie zunehmend bei der Minensuche, in der modernen Landwirtschaft, der Bodenkunde und der Archäologie zum Zuge, wo jeweils auch das Bodenradar erfolgreich eingesetzt wird.
Gesellschaftliche Relevanz
Die Erforschung des Untergrundes im anthropogen beeinflussbaren Tiefenbereich erweitert das Verständnis des Aufbaus und der Dynamik des obersten Teils der Erdkruste und berührt damit wirtschaftliche und ökologische Interessen gleichermaßen. Mithilfe hoch auflösender geoelektrischer und elektromagnetischer Verfahren werden geologische Untergrundstrukturen erfasst. Erheblich an Bedeutung gewonnen haben in den letzten Jahren die Einsatzmöglichkeiten im flachgründigen Bereich. Die Fragestellungen kommen hier aus der modernen Landwirtschaft, der Bodenkunde, der Sanierung von Umweltschäden sowie der Suche nach Anti-Personen-Minen.
Die Vielfalt der in der Sektion vorhandenen geophysikalischen Methoden erweist sich für die Lösung der auftretenden Fragestellungen als unverzichtbar. Für die genannten Aufgaben und die in der Sektion eingesetzten Disziplinen werden neue Methoden entwickelt oder bestehende Verfahren optimiert, im Feldeinsatz erprobt und zur Anwendung geführt.
Sektionsleitung (kommissarisch)
Prof. Dr. Ugur Yaramanci
+49 (0)511 643-2301
Mitarbeiter
Projekte
SAMOLEG
gebo G2
Landminen
Hydrogeophysik
Forschungsfelder
Entwicklung von Auswerte- und Inversionsverfahren
Oberflächennahe Erkundung
Entwicklung von Messverfahren und -technik





