LIAG
 

Thermionen-Massenspektrometrie-Labor

Hauptziel der Untersuchungen ist die Datierung und Interpretation von insbesondere kontinentalen Klimaarchiven um einen Beitrag zur Rekonstruktion der Klimazyklen des Spätquartärs in Kombination mit dem Lumineszenz-Verfahren, der Palynologie und der Untersuchung stabiler Isotope zu leisten.

Das Labor verfügt über ein Finnigan Thermion-Massenspektrometer (TIMS) MAT 262 RPQ zur Präzisionsbestimmung der Uran- und Thorium-Isotopenzusammensetzungen unter Verwendung der Software RunIt26x der spectromat GmbH, Bremen. Die präparative Uran- und Thoriumchemie der Proben wird in einem angrenzenden Reinraumlabor durchgeführt.

Der Schwerpunkt der Arbeiten im TIMS-Labor basiert hierbei auf der Thorium-230/Uran Datierungs-methode, die verlässliche Datierungen an Karbonat, Höhlensinter, Travertin und Torf im Zeitraum der letzten 500.000 Jahre erlaubt. Wichtig hierbei ist die Auswahl für die Datierung geeigneter Probenbereiche aus den jeweiligen Materialien, die strengen Kriterien unterliegen. Die Probenmengen sind abhängig von der Uran- bzw. Thoriumkonzentration der zu untersuchenden Materialien und liegen im Bereich von rund 0,4 g bei organischem Material, das hohe U-Gehalte bis zu 20 ppm aufweisen kann bzw. bei rund 1-2 g bei Kalken, die U-Gehalte von etwa 0,1-1 ppm haben können.

Massenspektrometer und MAT262 RPQ Probenrad mit 13 Probenpositionen
 

Einsatzbereich

  • 230Th/U-Datierung und Interpretation verschiedener Klimaarchive zur Rekonstruktion des Klimas der Vergangenheit
  • Bestimmung von Uran-Isotopien an Wässern